Wenn keiner mehr was sagt, ist der größte Fehler längst passiert!
„Wir schaffen das nicht mehr…“ … mit diesen Worten rief mich der COO eines Kunden an.
Ein strategisch wichtiges Projekt stand auf der Kippe. Vorausgegangen waren monatelange Verzögerung, interne Spannungen, überzogene Erwartungen aus der Führungsebene – und das Umsetzungsteam war am Limit.
Als ich in meiner Rolle als Berater dazukam, wurde mir schnell klar:
Nicht das 𝙒𝙖𝙨 war das Problem, sondern das 𝙒𝙞𝙚.
Fehler wurden vertuscht, Entscheidungen aufgeschoben.
Der Druck war hoch und gleichzeitig die 𝗽𝘀𝘆𝗰𝗵𝗼𝗹𝗼𝗴𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁 im Keller.
In dieser Situation habe ich ein Format eingebracht, das wir seit Jahren nutzen, wenn Teams unter Druck stehen: den 𝗙𝗲𝗵𝗹𝗲𝗿-𝗗𝗶𝗮𝗹𝗼𝗴 𝗺𝗶𝘁 𝗟𝗲𝗿𝗻𝗳𝗼𝗸𝘂𝘀.
Es geht darum gerade keine Schuldzuweisungen hin- und herzuschieben, sondern:
• offen über Fehlannahmen zu reflektieren
• systemische Muster zu erkennen und
• gemeinsames Lernen zu etablieren.
Gleich im ersten Workshop sagte jemand: „Ich wusste, dass der Aufwand unterschätzt war – aber ich habe mich nicht getraut, es anzusprechen.“
Diese Selbstoffenbarung zündete. Mit 𝗢𝗳𝗳𝗲𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁, 𝗧𝗲𝗺𝗽𝗼 und 𝗩𝗲𝗿𝗮𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁𝘂𝗻𝗴 machten sich alle ans Werk. Das Projekt wurde zwar nicht rechtzeitig fertig, aber deutlich besser als befürchtet.
Und das nächste Projekt dieses Teams? Das kam pünktlich.
🌟 𝗪𝗲𝗻𝗻 𝗙𝗲𝗵𝗹𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗟𝗲𝗿𝗻𝗵𝗲𝗯𝗲𝗹 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻, 𝗺𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗩𝗲𝗿𝘇𝗼̈𝗴𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝗻 𝘀𝗲𝗶𝗻.
💬 Wie geht ihr in Deinem Team in kritischen Projektphasen mit Fehlern um?

